Goldman Sachs wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe
Bank-Verlag Medien
20.07.2010
Im Skandal um ein dubioses Finanzprodukt von Goldman Sachs hat der im Zentrum der Affäre stehende Investmentbanker alle Anschuldigungen der US-Börsenaufsicht zurückgewiesen.
(AFP/DJN). Er habe sich auf die internen Kontrollen von Goldman Sachs verlassen, hieß es in einer Erklärung des französischen Goldman-Sachs-Bankers Fabrice Tourre, die von seinen Anwälten dem New Yorker Bundesgericht übergeben wurde. Das Finanzprodukt sei zahlreichen Verantwortlichen bekannt gewesen.
Der Goldman-Sachs-Jungstar Tourre hatte das fragliche Investmentpapier "Abacus 2007-AC1" selbst mit geschaffen und war für seine Verwaltung zuständig. Die Börsenaufsicht SEC warf Goldman Sachs vor, das kritisierte Finanzprodukt in dem Moment aufgelegt zu haben, als der Immobilienmarkt in den USA abzustürzen begann. Goldman Sachs habe dabei zudem verschwiegen, dass einer ihrer wichtigsten Kunden, der Investmentfonds Paulson, auf die Schaffung des Produktes gedrungen und gleichzeitig auf den Verfall der Papiere gewettet habe. Die SEC und die Bank hatten sich in der vergangenen Woche auf eine Strafzahlung von über einer halben Milliarde Dollar geeinigt. Das Verfahren gegen Tourre, dem die SEC Betrug im Zusammenhang mit dem Papier vorwirft, läuft dagegen weiter.


